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Echt BodenseeCard - Nein Danke !

Gäste und Vermieter
wehren sich gegen die
Zwangseinführung eines Bürokratie-, Datenklau- und Subventionsmonsters

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Für eine neue Richtung im Tourismus

 


Viele Menschen im Bodenseekreis wissen mit dem Projekt Echt
Bodensee Card (EBC) der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
(DBT) noch nicht soviel anzufangen und wir wollen ihnen unsere
Meinung einmal vorstellen. Für uns gehören zu einem guten
Angebot eine vorbildliche Kulturlandschaft und ein attraktiver
Öffentlicher Personen Nah Verkehr (ÖPNV) für Alle, wie auch ein
Meldewesen das sich auf wenige, notwendige Daten beschränkt.


Die Bürokratie-Monster


Im Bodenseekreis finden sie etwa 30 Tourist Info´s (TI´s), drei
Dachorganisationen und mehrere Amtsstellen. Das bedeutet, die
TI´s sind nur wenige Autominuten voneinander entfernt, verlangen
aber einen jährlichen Finanzaufwand im mindestens zweistelligen
Millionenbereich. Jede dieser TI´s betreibt eine Internetseite und
ist dazu über die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) oder
Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT) mehrfach im
Internet vertreten. Obwohl bereits heute mehr als 50% der
Zimmerbestellung über die bekannten Buchungsportale HRS,
Holiday Insider oder die Portale der Discounter von ALDI bis
Kaufland erfolgen, will man uns als Gastgeber immer mehr
finanzielle Mittel und dazu die Leistung einer elektronischen
Datenerfassung abpressen. Das bedeutet, dass wir für die
Sicherheit als sogenannte Ersterfassungsstelle für die erhobenen
Daten haften. Letzlich müßten wir ihnen lange nach der Abreise
darüber Auskunft erteilen können welche Daten gespeichert
wurden und an wen wir diese Daten weitergeleitet haben. Das
entzieht sich unserer Kontrolle und bedeutet einen übergroßen
Personalaufwand.


Die Datenkrake


Über den e-Meldeschein und EBC erklären sie sich zwangsweise
einverstanden, dass die Angaben zu statistischen Zwecken
elektronisch gespeichert und für Marketingzwecke (Werbung), mit
persönlicher Ansprache, genutzt werden können. Wenn sie das
Smartphone oder den PC anschalten, wartet bald eine persönliche
Grußbotschaft mit Urlaubsempfehlung auf sie. Gleichzeitig
erklären sie den Empfang der Echt Bodensee Card für alle
Mitreisenden und stimmen der Weitergabe und Verarbeitung der
anonymisierten Kartennutzungsdaten zum Zwecke statistischer
Auswertung und Meldekontrolle zu. Die Meldekontrolle verlangt
komplette Datensätze. Das war es dann auch schon mit dem
Versprechen "anonym". Es gibt keine rechtsverbindliche
Unbedenklichkeitserklärung zuständiger Datenschutzbehörden.
Nur eine Verlautbarung der Rechtanwaltskanzlei Noll, Stuttgart die
uns als Interessenvertretung der DBT und ihrer weiteren
Unterorganisationen bekannt ist.



Wozu eine Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) ?


Als Leistungsträger für die EBC werden zunächst die Bodensee-
Oberschwaben Verkehrsverbundgesellschaft mbH (bodo) genannt.
In der Folge die beteiligten Verkehrsunternehmen. Es bleibt für uns
völlig unverständlich, dass die DBT ein Viertel oder 25% aller
Einnahmen bekommt. Das halten wir für unnötig und Kosten
treibend, denn das Entgelt für den ÖPNV könnte im gesamten
Umfang von der Gemeinde ohne Umweg an den zuständigen
Verkehrsverbund (bisher bodo) gehen und von dort, im Rahmen
der bestehenden Vertretungsvollmacht, direkt an die
Verkehrsunternehmen fliessen. Zur Verbesserung von Bahn- und
Busverbindungen und auch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.
Die Anschaffung von Bahnen und Bussen, sofern es nicht eine
Aufgabe des Landes ist. Dass es dabei nicht um Kleingeld geht,
zeigen jährlich steigende Gesellschaftereinlagen, ein Darlehen des
Kreises von 1,2 Mio. Euro und Einnahmen aus Landesförderung und
für den Vertrieb der EBC. Sie besitzt darüber hinaus das Recht den
Betrag aus der Kurtaxe,bisher ein Euro, jederzeit ab 2019 beliebig
und ohne Begründung zu erhöhen. Bei über 8 Millionen*
Übernachtungen im Jahr sind das etwa 2 Mio. Euro die an die DBT
fließen sollen, von denen keiner sagt wofür. *Tourismusstatistik 2015.


Das tägliche Grauen in Bahnen und Bussen


Nach jahrelangen Versäumnissen bei Bahnen und Bussen mußte
selbst die Kreis- und Landespolitik ein völliges Versagen zugeben.


Die Zeitungsmeldungen lauteten so:
Bahn maßlos überfüllt – kein Platz für Schüler (Wochenblatt),
In den letzten Zügen (SZ),
Die Bahn auf Schleichfahrt (Wochenblatt),
Fast jeder vierte Zug kommt zu spät (Südkurier),
Zugausfälle wegen defektem Zugmaterial (Südfinder),
Stehengelassene Schüler kein Einzelfall (SZ),
Unhaltbare Zustände am Bahnhof,
Testfahrt auf die harte Tour (Südkurier),
Ton in Richtung Bahn wird schärfer und
Erste Abmahnung fällig (Südkurier).
Alle aus dem Jahr 2017.


Der SPD Kreisverband hatte sich zu einer Testfahrt entschlossen
und musste die furchtbaren Zustände bestätigen. Besonders in den
Morgenstunden, mittags und im Feierabendverkehr überfüllte
Bahnen und Busse. Ein Kommentar von David Balzer, Wochenblatt,
beschreibt die Situation so:
" Der Ärger tausender Pendler, Schüler und Zugreisender wächst täglich. Die
Bahn hat ohnehin seit Jahren einen schlechten Ruf, doch derartige Zustände
im Nahverkehr haben noch nie geherrscht. Die Bahn muß investieren in
Material und Personal. Passieren keine grundlegenden Änderungen, werden
sich tausende Menschen nach Alternativen umsehen (müssen)."

Ob nun Ausfall, Verspätungen, Überfüllung, besonders früh und
nachmittags, der Busverkehr schneidet auf den Seelinien nicht viel
besser ab. Wo noch 500.000 Touristen in diesem Jahr und über
acht Millionen in den nächsten Jahren Platz finden sagt niemand.


Haben sie mal einen Euro ?


Langenargen erhöht die Kurtaxe auf bis zu 3,15 Euro pro Person
und Übernachtung ab 14 Jahre, gehört damit in diesem Jahr zu den
teuersten Gemeinden in Deutschland. Die freie Fahrt in Bussen und
Bahnen gibt es damit natürlich noch nicht, denn für die Weiterfahrt
nach Lindau, Radolfzell oder Singen sind weitere Fahrscheine im
Voraus zu lösen, das reißt ein Loch in die Urlaubskasse, bis zu 35,60
Euro am Tag für eine vierköpfige Familie. Wer am Ort bleibt, der
zahlt ohne Gegenleistung. Wer fährt begibt sich in die Gefahr von
Zugausfall, Verspätungen und dass die Fahrradmitnahme nicht
möglich ist. In jedem Fall sollte man sich vor jeder Fahrt gründlich
informieren.


Ein Bundesland wirbt mit
"Wir können alles außer Hochdeutsch".


Und Mathematik möchte man hinzufügen. Diesen Eindruck könnte
man von der Kreis- und Landespolitik gewinnen, wenn man sieht,
dass die Übernachtungszahlen in der Bodenseeregion im Jahr 2016
bei 12 Mio.Übernachtungen lagen.
Quelle: (http://www.tourismus-bw.de/B2B/Marktforschung/Zahlen-Statistiken)


In der sogenannten Hauptsaison Juni bis August ergibt sich ein
erhöhter Beförderungsbedarf, dem man mit einer Buslinie für
Touristen, dem Echt Bodensee Bus, begegnen will. Der fährt
stündlich von Langenargen bis Bodman-Ludwigshafen. Dabei bleibt
von bodo unberücksichtigt, dass in den Schulferien viele andere
Buskurse, besonders ins Hinterland, entfallen.


Millionen Gäste zahlen, dass wenige billig fahren.


Als Beispiel für die EBC dient immer die Schwarzwälder KONUS
Karte, die als Begründung für die Erhöhung der Kurtaxe dienen
soll. Für die KONUS Karte führen 143 Ferienorte 36 Cent als
pauschaliertes Beförderungsentgelt ab. Ein Cent, statt 25%, geht an
das Marketing, den Rest erhalten die Verkehrsbetriebe. Die Karte
wird in großem Umfang von potenten Sponsoren und dem Land
Baden-Württemberg gefördert. Dazu gehört sicher auch, dass
Berufspendler und Schülerverkehr profitieren. So kostet die
RegioKarte des Verkehrsverbund Freiburg 555 Euro im Jahr. Beim
Verkehrsverbund bodo 1.272,48 Euro als Premium-Abo-Karte. Die
KONUS-Karte erfaßt ein Gebiet, das mit 11.100 Quadratkilometer
wesentlich größer ist als der bodo Verkehrsverbund. Sie verzichtet
auf Datenerfassung, wie auch die VHB Karte im Raum Konstanz.
Eine Teilzeitbeschäftige im Gastgewerbe, die an drei Wochentagen
im Gesamtnetz unterwegs ist, bezahlt für die Hin-und Rückfahrt
einen Tagespreis 13,60 Euro. Für das Tagesticket 15 Euro. Wenn ein
Gast, nach Abzug von 25 Cent für die DBT, einen Fahrpreis von 75
Cent bezahlt, kann sich jeder ausrechnen, wie viele Gäste keine
Leistung erhalten, also den Ein-Euro-Aufschlag zur Kurtaxe ohne
Gegenleistung entrichten müssen bis der Tagestarif erreicht ist.


Unter einem Solidarbeitrag verstehen wir die gleiche Behandlung
aller Fahrgäste, ein Leistungsangebot das Zustände wie unter "das
tägliche Grauen" beschrieben ausschließt und für den Fall
schlechter Leistung, eine Fahrgastrechte-Vereinbarung oder
Mobilitätsgarantie, die den Namen verdient und neben dem
Fahrtentgeltersatz auch eine Entschädigung für entgangene
Urlaubsfreude ermöglicht.


Unsere Gäste sind keine Versuchskaninchen


Viele Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte haben die Mängel
der EBC inzwischen erkannt, verhalten sich abwartend bis
ablehnend und hoffen, dass der "Druck von ganz Oben" aus dem
Landratsamt und Verkehrsministerium endet und somit eine
demokratischen Willensbildung und Entscheidung möglich macht.
Wenn man durch Nutzung der EBC die teilweise deutlich höheren
Preisnachlässe aus Sonderaktionen oder Gutscheine verliert*, um
einen Rabatt von 50 Cent zu erhalten, ärgert man sich später
zurecht. Wer bei einem mehrtägigen Aufenthalt, ohne Bahn- und
Busnutzung, einen finanziellen Verlust erleidet empfindet das als
Unrecht.
*Bei Preisnachlässen ist immer nur ein Nachlass gültig.
Wenn die EBC genutzt wird ist die Nutzung eines weiteren
Gutscheines, der manchmal mehrere Euro Ersparnis bietet,
nicht mehr möglich.


Die idyllischen Gemeinden im Bodenseekreis bieten eine hohe
Aufenthaltsqualität und gepflegte Gastlichkeit. Wer seine
Sehnsucht nach Seefahrt, öffentlichem Nahverkehr oder großen
Attraktionen am See stillen will, findet in vorhandenen Angeboten,
die auch Österreich oder die Schweiz einbinden, ein preiswertes
und sinnvolles Angebot.


Für alle die mehr Informationen wünschen empfehlen wir unsere
Internetseiten. Wir empfinden die Aussagen in den Tourist-Info´s,
Beiträge in Gemeindeblättern und der Tagespressse als sehr
lückenhaft. So bleibt zur objektiven Meinungsbildung nur das
Internet. Unsere Seiten können an Computern in Büchereien und
Tourist Informationen, meist kostenlos, eingesehen werden.


Für ihre Buchungswünsche haben wir eine eigene Homepage eingerichtet:

www.bodensee-seeferien.com

Für alle Menschen die mehr über den Themenkreis erfahren wollen gibt es folgende
Möglichkeiten:

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de
www.echt-bodensee-card-nein-danke.de
www. Bodensee-Perlen.de
oder auch die sehr interessante Homepage aus Langenargen:
www.Forum-Langenargen.de



Echt BodenseeCard - Nein Danke! weist ausdrücklich darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet Sicherheitslücken aufweist und nicht lückenlos vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden kann.


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